Wednesday, 11. February 2004
In diesem Bereich haben wir für Sie Informationen rund um das Thema Gesundheit gesammelt. Diese Ansammlung stellt natürlich weder einen Anspruch auf Vollständigkeit, noch darauf, das alles, wie es hier beschrieben steht so 1000%tig richtig sein muß. Die Inhalte beruhen im wesentlichen auf Erfahrungen von langjährigen Katzenhaltern und -züchtern. Sollten Sie etwas beisteuern, korrigieren oder geändert wissen möchten, so kontaktieren Sie uns doch einfach unter info@bkfev.de.
Katzenschnupfen und Katzenseuche
Zwei klassische Katzenkrankheiten die durch Viren ausgelöst werden sind Katzenschnupfen und Katzenseuche. Katzenschnupfen führt zu Symptomen wie Schnupfen, Augenentzündungen, Durchfall und Erbrechen. Obwohl die Erkrankung harmlos klingt kann sie bei jungen oder alten geschwächten Tieren zum Tod führen. Katzenseuche führt ebenfalls zu heftigem Erbrechen und Durchfall, hohem Fieber und Aphatie und ist ohne, oft aber auch mit, Behandlung tödlich. Beiden Krankheiten kann jedoch durch Impfung vorgebeugt werden. Kleine Katzen werden im Alter von 8 Wochen erstgeimpft und mit 12 Wochen bekommen sie die Auffrischung, danach erfolgt die Impfung jährlich. Kleine Katzen dürfen nur abgegeben werden wenn sie diese Impfungen erhalten haben.
Die Impfung gegen Katzenschnupfen wirkt allerdings nur gegen die gefährlichsten Erregerstämme, sodass auch eine geimpfte Katze einen leichten Katzenschnupfen bekommen kann, dann helfen jedoch die vom Tierarzt verabreichten Medikamente gut. Nicht zu verwechseln ist diese Erkrankung mit einer Erkältung oder einer Magenverstimmung, die eine Katze auch bekommen kann, oftmals sogar von ihrem Besitzer. Auch hier hilft als erstes immer der Tierarzt! Homöopathie und sonstige Maßnahmen sind eine sinnvolle Ergänzung.
Pilze und Würmer
Hygiene ist neben einer ausgewogenen Ernährung immer eine gute Maßnahme um Krankheiten vorzubeugen. Hier denke ich auch an Erkältungen und Durchfälle aber auch an Befall durch Katzenpilz, der sich auf immungeschwächten Tieren schnell ausbreitet. Eine Behandlung durch den Tierarzt ist sehr aufwendig und langwierig, Pilz ist auch auf den Mensch übertragbar!
Würmer kann jedoch jede Katze bekommen. In erster Linie natürlich Freigänger. Deshalb sollten alle Katzen regelmäßig entwurmt werden. Der Tierarzt hat immer wirksame Mittel vorrätig. Besonders Bandwürmer können auch dem Mensch sehr gefährlich werden.
Deshalb sollte man auch niemals rohen Fisch oder rohes Schweinefleisch füttern. Schweinefleisch kann einige Virusinfektionen des Schweins übertragen. Sie sind für Katzen tödlich! Ich selbst koche Fisch gründlich ab, und auch Rinderherz, das ich gelegentlich gebe, wird überbrüht. Ansonsten empfehle ich ein gutes Premium Katzenfutter. Ich füttere Premiumtockenfutter und Dosenfutter möglichst "quer Beet" um Abwechslung zu bieten.
Zahnstein
Ein häufiger auftretendes Probleme ist Zahnstein, für den es Veranlagung bei der Katze geben kann. Das "Knacken" von Trockenfutter kann dem auch nur wenig vorbeugen. Eine gelegentliche Kontrolle des Gebisses sollte man ab und an durchführen. Sollte es zu dicken Ablagerungen an den Zahnhälsen oder Entzündungen des Zahnfleisch gekommen sein muss der Tierarzt diese unter einer leichten Narkose entfernen. Bei meinen Birmas habe ich bis jetzt keine Probleme mit Zahnstein während unsere Hauskatze viele Probleme hat.
Tollwut
Die Tollwut ist sicherlich jedem ein Begriff. Tollwut ist immer tödlich, außerdem darf man wegen der Gefährlichkeit für den Menschen Tollwut bei einem Tier nicht behandeln. Tollwut ist Meldepflichtig. Die Impfung erfolgt mit 12 Wochen und wird jährlich aufgefrischt. Wenn die Katzen immer im Haus bleiben, muss man nicht gegen Tollwut impfen, allerdings bei Freigängern oder Katzen mit Freigehege ist die Impfung Pflicht. Außerdem ist die Tollwutimpfung für den Besuch von Katzenausstellungen vorgeschrieben. Ohne gültigen Impfschutz wird man am Eingang abgewiesen. Das gilt auch für Katzenseuche- und Schnupfenimpfungen.
Niereninsuffiziens
Besonders ältere Katzen Nierenprobleme die sog. Niereninsuffiziens bekommen. Die Nieren arbeiten dann nur noch eingeschränkt und die Katze kann Stoffwechselschlacken nicht mehr ausscheiden und vergiftet sich selbst. Mattigkeit, Fressunlust, Gewichtsabnahme, Fieber und Uringeruch aus dem Mund sind häufige Symptome. Die Katze muss zum Tierarzt und medikamentös behandelt werden. Weiterhin bekommt sie vielleicht eine Nierendiät verschrieben, mit der sie noch länger leben kann. Manchmal ist es allerdings nicht zu vermeiden die Tiere besser zu erlösen und ihnen weiteres Leid zu ersparen.
Nicht zu verwechseln ist diese Alterskrankheit mit PKD, (Polycystic Kidney Disease) bei der sich schon bei jungen Katzen Zysten in den Nieren bilden und die zum Tod führen können aber nicht müssen. Die Diskussion ist in letzter Zeit über dieses Thema recht heftig geführt worden. Fakt ist, dass diese Krankheit vermehrt bei Perserzuchten bes. bei denen die Importtiere aus den USA in den Linien haben aufgetreten sind. In allen Rassen in die Perser eingekreuzt wurden kann PKD deshalb auftauchen, also auch bei den Birmakatzen. Nun wird empfohlen seine Katzen via Ultraschall auf Nierenzysten untersuchen zu lassen und die Tiere bei positivem Befund aus der Zucht zu nehmen. Allerdings gibt es abgesehen davon, dass nur wenige Spezialkliniken überhaupt geeignete Geräte und nötige Erfahrung haben, zwei Haken an der Geschichte.
Erstens können Nierenzysten die auf PKD beruhen nicht von anderen harmlosen Zysten unterschieden werden, es gibt eine Vielzahl davon, und zweitens können sich PKD Zysten jederzeit bilden, d.h. eine geschallte Katze kann später trotzdem Zysten entwickeln. Insgesamt meine ich zu diesem Thema, dass das klinische Bild zu sehr außer acht gelassen wird. Man sollte sich weniger die Frage stellen ob und wie viele Birmas Zysten beim Schallen zeigten, sondern ob Fälle aufgetreten sind wo auch junge Katzen an Nierenerkrankungen bzw. Nierenversagen litten, denn nur das würde dann in Verbindung mit Ultraschall wirklich auf PKD hinweisen. Ich habe bei meinen Katzen und Nachzuchten ebenso wie bei den mir näher bekannten Züchtern nie von einem Fall gehört, in dem eine Katze in jungen Jahren an der Niere erkrankte. |