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Die Heilige Birma Katze – Haltung, Charakter und Kosten

Die Heilige Birma begeistert viele Katzenfans mit ihrem Aussehen und dem liebevollen Charakter. Sie gilt als sehr menschenbezogen, sanftmütig und freundlich. Ihr verspieltes Wesen und das kuschelweiche Fell kommen bei Familien mit Kindern gut an. Außerdem ist die Birma Katze gern mitten im Geschehen und läuft ihrem Besitzer hinterher, wie man es nur von Hunden gewöhnt ist. Hier erfährst du mehr über die Haltung und ihren Charakter.
Besonderheiten
  • sehr weich
  • spezielle Point-Färbung
  • ideal für Familien
  • verspielt
  • anhänglich

Steckbrief: Heilige Birma, Birmakatze

AspektDetails
HerkunftFrankreich
KlassifikationHalblanghaar Katze
Gewichtca. 3,5 – 4 kg Katze, 5 – 6 kg Kater
GrößeMittelgroß, ca. 50 cm Kopf-Rumpf
KörperbauGestreckt mit kurzen, stämmigen Beinen
AugenRund bis mandelförmig und tiefblau
OhrenDunkler gefärbt als Point
Fell
  • am Rücken, Seiten und Kragen lang
  • Schwanz buschig
  • Gesicht und Beine eher kürzer
  • keine dicke Unterwolle
FarbeViele mögliche Fellfarben von Creme bis Beige mit dunklen Points
BesonderheitenPfoten sind meist weiß, Tabby und Tortie Zeichnungen erlaubt
CharakterLiebevoll, verspielt, sozial, verschmust, ruhig, ausgeglichen
HaltungIdeal als Wohnungs- und Familienkatze, liebt Gesellschaft
PflegeMittlerer Aufwand, regelmäßig bürsten, auch Ältere Katzen spielen
GesundheitErbkrankheiten möglich, Zuchtkatzen vorher testen
Zucht
  • Reinrassig nur vom Züchter zu bekommen
  • Viele Farben in der Zucht erlaubt
  • Jungkatzen kosten etwa 700 Euro

Schöne Birma Katze

Das Wichtigste zusammengefasst
  • Die Heilige Birma ist eine sehr sanftmütige und ruhige Katzenrasse. Sie ist kinderfreundlich, spielt gerne und ist aufgeschlossen für jede Streicheleinheit. Die Krallen fährt sie nur sehr selten aus.
  • Sie wird für die reine Wohnungshaltung empfohlen und kann auch ohne Freigang ein glückliches Leben führen. Wer sich dennoch für eine freie Haltung entscheidet, muss mit etwas mehr Fellpflege rechnen und besitzt den wohl auffälligsten Stubentiger in der Nachbarschaft.
  • Äußerlich besticht die Heilige Birma mit ihren tiefblauen Augen, einem sehr weichen Fell und einem runden Gesicht. Der Schwanz ist buschig und auch an den Seiten und am Kragen kann es etwas länger ausgeprägt sein. Das Gesicht und die Ohren sind meist dunkler, was als Points bezeichnet wird.

Körperbau und Fell – eine kuschelige Schönheit

Die Birma Katze gilt als kleine bis mittelgroße Rasse. Der Körper ist eher gestreckt mit recht kurzen und stämmigen Beinen. Das Gewicht von ausgewachsenen Tieren beträgt etwa 4,5 bis 6 kg bei den Katern und über 3 kg bei den Weibchen. Das wohl markanteste Merkmal sind ihre runden und tiefblauen Augen, die ihr einen ganz besonderen und beruhigenden Blick zusprechen.

Das Fell ist halblang bis lang und besitzt eine seidige Textur. Am Kopf sind die Haare etwas kürzer ausgeprägt und der Hals wird von einer längeren Krause gerahmt. Diese setzt sich an den Flanken fort. Auch der Schwanz erscheint recht flauschig und weich. Seine Haare sollen dabei eine mittlere Länge besitzen und den typischen Federbusch formen. Am Körper selbst hat die Birmakatze nur wenig Unterwolle.

Point-Färbung – ihr typisches Aussehen

Die Heilige Birma trägt eine sogenannte Point-Färbung und sticht damit optisch zwischen anderen Stubentigern hervor. Das Gesicht trägt eine etwas dunklere Maske, sowie auch die Ohren, die Beine und der Schwanz. Die Pfötchen und der Körper sind deutlich heller und reichen von der Farbe Eierschale bis hin zu Goldbeige. Die sogenannten Points resultieren aus einer Mutation, die als partieller Albinismus oder Akromelanismus bezeichnet wird. Die Bereiche nahe dem Körper sind aufgehellt, während die etwas kühleren Stellen, wie eben Ohren, Beine oder Schwanz die dunkleren Points tragen. Dabei sind in der Zucht sämtlich Farben und Zeichnungen erlaubt:

  • Creme
  • Rot
  • Lilac
  • Seal
  • Chocolate
  • Blue
  • Tabby
  • Tortie
Hinweis
Die Kitten der Birma Katzen werden grundsätzlich weiß geboren und dunkeln erst später nach. Die typische Färbung lässt sich also anfangs zur erahnen. Außerdem bleiben die Pfötchen meist reinweiß – als trägt sie Handschuhe oder Söckchen.

Charakter und Wesen – ideal für Familien geeignet

In einem Punkt unterscheidet sich die Heilige Birma von ihren Artgenossen: sie will ihrem Menschen gefallen und legt sehr viel Wert auf seine Gesellschaft. Wer sich also mit der Eigenwilligkeit von Katzen nicht zufrieden gibt, findet in dieser Rasse vielleicht den optimalen Partner. Birmas gelten als eher ruhig und sehr sozial in ihrem Verhalten. Sie stellen kaum den katzentypischen Unsinn an und sind als recht leise zu bezeichnet. Das heißt aber nicht, dass es sich um eine passive oder langweilige Katzenrasse handelt. Die Tiere sind gerne mitten im Geschehen und sie folgen ihrem Menschen mit einer enormen Anhänglichkeit. Familien mit Kindern profitieren von ihrem ausgeglichenen und spielfreudigen Charakter, den sie bis ins hohe Alter behält. Und trotzdem sollten Erwachsene immer ein Auge auf das Tier werfen. Die Heilige Birma fährt die Krallen nur sehr selten aus und lässt sogar unangenehme oder gefährliche Situationen über sich ergehen. Dafür versteht sie sich aber auch mit anderen Haustieren und gar umgänglichen Hunden. Ihre Wesenszüge im Überblick:

  • gesellig
  • neugierig
  • verschmust
  • ausgeglichen
  • anhänglich
  • ruhige Art
  • verspielt bis ins Alter
Wichtig
Die Birma nimmt sich als Teil der Familie wahr und darf deshalb nicht zu oft oder zu lange alleine gelassen werden. Da es sich um eine sehr gesellige Katze handelt, wird die Haltung von mindestens zwei Tieren empfohlen.

Bei all diesen positiven Eigenschaften stellt sich natürlich die Frage, ob die Heilige Birma Nachteile mitbringt? Auf jeden Fall kann sie als massiv zutraulich bezeichnet werden und läuft schnell fremden Menschen hinterher. Außerdem ist sie nichts für Besitzer, die einen distanzierten Freigänger brauchen. Eine Birma liebt die Beschäftigung und die extreme Zuneigung bis ins hohe Alter und bleibt anhänglicher, als so mancher Hund.

Haltung und Pflege – als reine Hauskatze

Die Heilige Birma kann ideal in der Wohnung gehalten werden. Im Vergleich zu anderen Katzenrassen besitzt sie nur einen geringen Trieb nach draußen und kaum Interesse an der freien Natur. Dafür braucht sie viel Aufmerksamkeit von ihrem Menschen, ist lernbereit und zeigt sich kooperativ. Diese enorme Zutraulichkeit könnte sie beim Freigang leicht in Gefahr bringen. Wer trotzdem keine reine Wohnungskatze bei dieser Rasse wünscht, kann sich für ein kleines Gehege oder einen passenden Zaun entscheiden und begrenzten Freigang anbieten. In der Wohnung selbst sollte es ausreichend Spielzeug für den sanftmütigen Stubentiger geben. Ebenso zur Ausstattung gehören ein sauberes Katzenklo sowie ausreichend Kratzbäume und Klettermöglichkeiten.

Der Pflegeaufwand liegt im mittleren Bereich. So ist das Fell mindestens zweimal pro Woche zu bürsten, was vor allem auch die Halskrause betrifft. Durch die fehlende Unterwolle verfilzt ihr restliches Fell nur gering. Das Bürsten dient aber nicht nur zur Pflege, sondern trägt zur Bindung und zum Wohlbefinden bei. Der Schwanz ist der fedrig und verknotet sich. Daher bedarf er keiner gesonderten Pflege.

Die Birma lässt sich von ihrem Menschen sehr gut erziehen und die Regeln und Gewohnheiten der Familie werden sehr schnell geachtet. Das betrifft aber nicht nur stubenreines und soziales Verhalten. Mit Clicktraining können ihr sogar spezielle Aufgaben gestellt oder kleine Kunststückchen beigebracht werden. Wichtig ist eine umfassende Belohnung für ein gutes Verhalten, denn die Katze will ihrem Menschen extrem gefallen.

Ernährung und Gesundheit – einige Erbkrankheiten bekannt

Für normale Katzenverhältnisse ist die Birma recht problemlos bei ihrer Kost. Natürlich sollte das Futter immer auf die Altersgruppe angepasst sein und die Wohnungshaltung berücksichtigen. Gerade im Frühjahr und im Herbst befindet sich die Katze im Fellwechsel. Hier braucht sie mehr Unterstützung bei Pflege und Futter, um ein Fellknäuel im Magen zu verhindern.

In Bezug auf ihre Gesundheit leidet die Katzenrasse unter starker Inzucht. Bestimmte Immunschwächen können die Lebenserwartung verkürzen und auch Krankheiten sind in der Zucht keine Seltenheit. Dazu gehören beispielsweise Anämie, Herzkrankheiten oder Augenkrankheiten. Bekannt ist ebenso die Hypomyelination, die Fehler in der Kommunikation der Nervenzellen verursacht. Bereits bei Kitten ist diese Krankheit sichtbar in schnellen und spastischen Bewegungen. Die Probleme legen sich später oft wieder, weshalb sie nicht zu ernst genommen werden. Dennoch kürzen sie die Lebenserwartung der Katze oder verursachen im schlimmsten Fall eine Epilepsie. Die Krankheit lässt sich nur in der Zucht besiegen, wenn betroffene Tiere von der Vermehrung ausgeschlossen werden. Etwas seltener ausgeprägt ist die Krankheit PRA, die bis zur Erblindung führen kann.

Wie alt werden Heilige Birma Katzen?

Bei einer sorgfältigen und gesunden Zucht hat die Heilige Birma trotzdem eine Lebenserwartung von mehr als 12 Jahren.

Herkunft und Geschichte der Birma – stammt aus Frankreich

Die wahre Herkunft der Heiligen Birma ist ein kleines Geheimnis. Es ranken sich viele Sagen und ihre Entstehung und ihr so besonderes Haarkleid. So soll sie beispielsweise auf die Tempelkatze Sinh zurückgehen mit den Saphiraugen. Lässt man die Legenden jedoch außen vor, gab es die ersten Katzen bei einem Zuchtexperiment einer zweifarbigen Langhaarrasse und einer Siam in den 1920er Jahren in Frankreich. Die offizielle Anerkennung gab es im Jahr 1925 und die Weiterzucht oblag den Franzosen. Nach dem zweiten Weltkrieg war die Rasse auch über die Landesgrenzen hinweg bekannt und zeugte wahre Begeisterung. In den 50er Jahren gelangen die ersten Tiere in die USA. Seither gibt es kaum eine andere Rasse, die so einheitlich gezüchtet wird, wie die Heilige Birma.

Zur wohl berühmtesten Birma Katze zählt Karl Lagerfelds treuer Begleiter: Choupette. Sie reist mit ihrem Herrchen um die Welt, hat eigene Assistenten und ist selbst zur Internet-Bekanntheit geworden. Mittlerweile können Stofftiere und Katzen-bezogene Accessoires in diesem Zusammenhang erworben werden.

Birma Züchter suchen – Kosten und Hinweise

Die Heilige Birma ist nur selten in ortsansässigen Tierheimen zu finden. Der zweite Weg führt dann direkt zum Züchter. Eltern und Kätzchen müssen in guten Verhältnissen aufwachsen und eine enge soziale Bindung zur menschlichen Familie haben. So sind die Birmas am glücklichsten. Gleichzeitig hilft ein Blick auf den Stammbaum weiter. Kein Ahne darf hier zweimal vorkommen, um eine zu starke Inzucht und damit gängige Erbkrankheiten auszuschließen. Zudem ist es wichtig, dass die Züchter die Elterntiere auf die verbreiteten Krankheiten hin getestet haben. Meist sind diese Informationen schon in einer guten und seriösen Annonce zu finden. Die Kitten bleiben dann etwa 12 Wochen bei den Eltern, werden geimpft und entwurmt. Unter diesen Voraussetzungen kostet eine Heilige Birma um die 700 Euro. Ausgewachsene und ältere Katzen sind noch teurer.

Vergleichbare und ähnliche Katzenrassen sind:

  • Ragdoll
  • Maine Coon
  • Britisch Kurzhaar
  • Perser

Fazit: sanftmütige und flauschige Schönheit

Birmakatzen ist optisch die Mischung aus Perserkatze und Siam oder Burma. Die strahlend blauen Augen und das samtweiche Fellchen bringen so manches Herz zum Schmelzen. Noch dazu eignet sie sich ideal als Wohnungskatze, ist anhänglich und verspielt. Für ein langes und gesundes Katzenleben sollte sie jedoch aus einer seriösen Züchtung stammen.

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